GRÜNE JUGEND BOCHOLT IM TIERHEIM

 

Wir, die GRÜNE JUGEND BOCHOLT, möchten das Bocholter Tierheim und seine Tiere unterstützen. 

Um erste Einblicke in die Aufgaben und Schwierigkeiten des Tierheims zu erhalten, haben wir von dessen Leiter, Niklas Jägering, eine sehr informative und interessante Führung bekommen. 

Der Tierschutzverein Bocholt wurde 1955 gegründet und eröffnete 1967 das Bocholter Tierheim. Die regulären Öffnungszeiten für Publikumsverkehr sind Dienstag und Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr. Im eigenen Café werden Kuchen und Kaffee verkauft, wofür die Bäckerei Ullrich regelmäßig großzügige Kuchenspenden bereitstellt. Der Erlös kommt den Tieren zugute. 

Insgesamt werden derzeit 160 Tiere, z.B. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und diverse Vögel im Tierheim betreut.
Jeder Hund wird mind. einmal täglich ausgeführt und kommt dreimal täglich in den Auslauf. Hier ist es möglich, eine Partnerschaft für regelmäßige Spaziergänge zu übernehmen oder in der Besuchszeit vorbei zu kommen. Der Pandemie geschuldet sind z.Zt. das Tierheim als auch das Café für die Allgemeinheit geschlossen. 

Die Tiere sind untergebracht in einem Katzenhaus mit 14m2 pro Raum, einem Hundehaus und einem Kleintierhaus sowie mehreren Außenbereichen. Katzen- und Hundehaus konnten durch Spenden errichtet werden. Der Deutsche Tierschutzbund hat dem Tierheim ein Auto gespendet. 

Das Tierheim verfügt über einen Tierarztraum, in dem jedes neue Tier medizinisch erstuntersucht wird. Dort können von den Mitarbeiter*innen grundlegende Dinge wie Kreislaufprobleme und Flüssigkeitsmangel behandelt werden. Die Mitarbeiter werden regelmäßig von der Tierärztin Frau Dr. Rickert geschult, damit sie in Notsituationen eigenständig handeln können. Die Tierärztin kommt einmal pro Woche. Eine duchgängige Arztpräsenz wäre nicht bezahlbar. Derzeit betragen die Tierarztkosten pro Jahr ca. 50.000-70.000 Euro und beinhalten auch Notdienste. In der Hauptsaison werden wöchentlich ca. 12 Katzen aufgenommen, wobei die Notfall-Tiere oft nachts aufgenommen werden, sodass sie bis zum nächsten Morgen einzeln untergebracht werden müssen.


Der Alltag im Tierheim ist sehr schnelllebig:  Futter- und Medikamentenlisten werden z.B. per Hand auf laminierten Blättern notiert, damit eine schnelle Anpassung jederzeit möglich ist. 

Das Tierheim bestätigt uns, dass jedes einzelne Tier täglich individuell versorgt wird. 

Förderung erhält das Tierheim durch die Städte Bocholt, Isselburg, Raesfeld, Teile von Hamminkeln, Rhede und Wesel. Nicht alle Städte sind Mitglied von Fundtier-Verträgen, unterstützen aber dennoch. Trotzdem könnte das Tierheim nach Corona in große finanzielle Schwierigkeiten kommen: Grundsätzlich stehen jedes Jahr 10.000 – 20.000 Euro Verlust zu Buche, in einigen Jahren sogar bis 40.000 Euro. Die aktuelle Situation treibt diese Zahlen weiter in die Höhe. Durch fehlende Feste, Aktionen und Pensionsgäste bleiben etwa 60.000 bis 70.000 Euro an Zusatz-Einnahmen aus. 

Das Tierheim erhält glücklicherweise viele Spenden und nimmt auch gerne Sachspenden an. Die Gedenkstätte neben dem Café auf dem Grundstück des Tierheims ist gespendet worden. Sachspenden (z.B. Futter), die im Tierheim nicht verwerten können, gehen an das wahrscheinlich größte Tierheim der Welt in Rumänien.

Es wurden einige Wünsche durch das Tierheim geäußert. Dazu gehörten ein neues Kleintierhaus bzw. ein neuer Kleintierbereich und ein neuer Quarantänebereich.
Insgesamt wünscht sich das Tierheim mehr Unterstützung und Anerkennung durch die Behörden. 

Wir, die GRÜNE JUGEND BOCHOLT, fanden es sehr spannend, einen Einblick in das tägliche Leben des Tierheims zu bekommen und sehr persönliche Eindrücke mitzunehmen. Die Leidensgeschichten einiger Tiere haben uns sehr bewegt. Wir haben dem Tierheim deshalb unsere Unterstützung durch Einrichtung einer Kooperation angeboten, worüber sich die Mitarbeiter*innen gefreut haben. 

GRÜNE JUGEND BOCHOLT

HIER eine Diashow von unserem Besuch:

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