PM zum Artikel „Nordring: Warum gerade diese Trasse?“

Monika Ludwig, Bürgermeister-Kandidatin, spricht sich deutlich gegen den Bau neuer Straßen und somit auch gegen den Ausbau des Nordrings aus:

„In dem Artikel wird sehr anschaulich dargestellt, wie die seit Jahrzehnten geplante Trasse verläuft.
Ebenso der Vorschlag einer alternativen Route.

Diese Planungen gehen in Zeiten des voranschreitenden Klimawandels an der Realität vorbei.

Es ist nichts Neues, dass wir in den nächsten ca. 10 Jahren aus der Nutzung von fossilen Brennstoffen raus sein müssen, weil wir das Klimaziel, deutlich unter 2 Grad Erwärmung zu bleiben, sonst nicht einhalten können.

Wie in der Corona-Krise müssen die Verantwortlichen auf die immer dringlicher werdenden Appelle der Wissenschaftler hören und endlich handeln.

Die Planungen des Nord/Westrings enthalten diesen Denkfehler:
Die Planung des Nordrings geht immer noch von einem Autoverkehr aus, wie wir ihn in den letzten Jahrzehnten erlebt haben.

Das wird sich in den nächsten 10 Jahren deutlich ändern: Eine echte Verkehrswende bedeutet weniger Individualverkehr, mehr ÖPNV, mehr Fahrräder und Fußgänger und Lieferverkehr-Verlagerung auf die Schiene.

Die unumgängliche Verkehrswende ist noch nicht in den Köpfen der Bocholter Planer, der Verwaltung und der Parteien angekommen.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Versiegelung der Flächen. Die Gefahr des Hochwassers bei Starkregenereignissen steigt.
Der Grundwasserspiegel sinkt stetig, da das Wasser sofort abgeleitet wird und nicht mehr im Boden versickern kann.

Das hat wiederum katastrophale Folgen für unsere Baumbestände.“

Klima- und Umweltschutz beginnt nicht mit Straßenbau, sondern mit dem Abbau des Straßenbaus.

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