Pressemitteilung zu Corona

Die Bocholter GRÜNEN möchten darauf aufmerksam machen, die Augen trotz der Krise auch für andere sehr wichtige Themen offen zu halten. Viele Bocholter*innen verbringen derzeit sehr viel Zeit in der Natur und erfreuen sich an dem sonnigen Wetter. Vielen wird dabei auch aufgefallen sein, dass der April mit seinem Wetter seinem Namen wieder einmal nicht gerecht wird und die Niederschläge auch in diesem Jahr viel zu gering sind. Es scheint sich das dritte Dürrejahr in Folge zu entwickeln, was nicht nur für die Landwirtschaft, sondern insbesondere für die ganze Natur eine Katastrophe ist.

Bei allem Leid und allen Einschränkungen: Corona hat gezeigt, dass Politik wissenschaftliche Erkenntnisse zur Grundlage ihrer Entscheidungen machen kann. Politiker*innen haben die Empfehlungen der Wissenschaftler*innen ernst genommen und schnell auf die Corona-Pandemie reagiert – beim Klimawandel, der letztlich viel mehr Todesopfer fordern wird, hat sie das bisher nur unzureichend getan.

Wir können das Wetter nicht einfach verändern. Aber wir können in unserem Umfeld doch viel dafür tun, die Natur zu erhalten, der Natur wieder auf die Sprünge zu helfen und uns selber ein angenehmes natürliches Umfeld zu schaffen.

Der Bocholter Ortsverband der GRÜNEN wünscht sich ein deutliches Umdenken beim Thema Klima auch in der Lokalpolitik und verweist gerne auf diverse gute Beispiele anderer Kommunen am Niederrhein, im Münsterland oder besonders auch in den Niederlanden.

In Bocholt sind in diesem Frühjahr übermäßig viele Bäume sogar während der Brutzeit gefällt worden. Es werden also weitere Flächen der Trockenheit ausgesetzt und der Natur an vielen Stellen die Möglichkeit genommen, sich selber zu schützen. Diese Haltung der Umwelt gegenüber wird von den GRÜNEN scharf kritisiert! Es kann nicht sein, dass trotz der weltweiten Klimadebatte immer noch gedacht wird, dass der Klimawandel uns nichts angeht. Aktuelles Beispiel ist der Bau der Nordringspange am Burloer – Barloer Weg.

Wir erleben grade, wie die Natur durch das Zurückfahren der menschlichen Aktivitäten und den damit verbundenen Rückgang der CO2 Emissionen durchatmet.

Und auch wir Menschen selber profitieren von diesem Effekt.

Uns GRÜNEN geht es ausdrücklich nicht um ein Zurückfahren der wirtschaftlichen Aktivitäten. Wir fordern alle Bürger*innen dazu auf, in den Geschäften in Bocholt zu kaufen, statt Waren bei Amazon und Co. zu bestellen. Die Politik fordern wir dazu auf, nachhaltig wirtschaftende Betriebe und die Bio-Landwirte besonders gezielt zu fördern.

Die GRÜNEN in Bocholt haben die Hoffnung, dass die Erfahrungen der Bocholter Bürgerinnen und Bürger unter dem Ausnahmezustand der Corona-Pandemie, die Werte wie Solidarität und sozialen Zusammenhalt wieder stärker in den Vordergrund gerückt haben, auch zu einem Wandel im Hinblick auf nachhaltige Politik und nachhaltiges Wirtschaften führen werden.

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