Die CDU-Fraktion und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Bocholt sprechen sich klar gegen einen großflächigen Kies- und Sandabbau in Suderwick aus. Mit einer gemeinsamen Anfrage wollen beide Fraktionen nun klären, wie konkret mögliche neue Planungen bereits sind und welche rechtlichen und planerischen Möglichkeiten die Stadt Bocholt nutzen kann, um einen Abbau zu verhindern.
Nicole Schlütter (örtliche Stadtverordnete der CDU), Karin Geukes (örtliche Kreistagsabgeordnete der CDU) sowie Friederike Krämer-Brand (sachkundige Bürgerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) erklären gemeinsam: „Für CDU und Grüne ist klar: Einen großflächigen Kies- und Sandabbau in Suderwick wollen wir nicht. Die möglichen langfristigen Folgen für die Menschen vor Ort, für Landwirtschaft, Grundwasser, Natur und Landschaft sprechen aus unserer Sicht eindeutig dagegen. Deshalb müssen wir jetzt frühzeitig handeln und alle kommunalen Möglichkeiten sichern.“
Bereits in den Jahren 2011 bis 2013 hatte es erheblichen Widerstand gegen entsprechende Planungen gegeben. Bocholt und Aalten positionierten sich damals gemeinsam unter der Forderung „Bocholt und Aalten wehren sich – kein Kiesabbau in Suderwick“. Rund 5.000 Einwendungen wurden gegen die damaligen Planungen erhoben.
Aus Sicht von CDU und Grünen gibt es nun Anlass, das Thema erneut sehr ernst zu nehmen. Im öffentlich zugänglichen Konzernlagebericht der Holemans GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wird ausdrücklich vom „Projekt Suderwick“ gesprochen. Im Zusammenhang mit der Änderung des Regionalplans führt das Unternehmen aus, die Chancen, das Projekt zu einer Genehmigung zu führen, seien „deutlich gestiegen“. Hinzu kommen Hinweise aus Suderwick, wonach Grundstückseigentümer im möglicherweise betroffenen Bereich bereits von einem Unternehmen aus der Kies- und Sandgewinnung angesprochen worden sein sollen.
Als ersten Schritt haben CDU und Grüne deshalb eine gemeinsame Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Sie wollen wissen, wie konkret mögliche Planungen bereits sind, ob schon Verfahren oder vorbereitende Schritte laufen und welche rechtlichen und planerischen Möglichkeiten die Stadt hat, einen großflächigen Abbau zu verhindern.

